Psychoanalytikerinnen. Biografisches Lexikon

Psychoanalytikerinnen in der Schweiz

Geschichte

Silvia Amati Sas
Esther Aptekmann
Danielle Bazzi
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Rosmarie Berna-Glantz
Elsa Blum-Sapas
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Fanny Chalewsky
Mireille Cifali
Ruth C. Cohn
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Lise Tripet
Judith Valk
Antonia Wolff


















1931 referierte Emma Jung im Psychologischen Club über den Animus, die Personifikation des Männlichen im Unbewussten der Frau (Ein Beitrag zum Problem des Animus), und 1950 verfasste sie einen Essay über die Anima, die Personifikation des Weiblichen im Unbewussten des Mannes (Die Anima als Naturwesen). Beide Vorträge wurden 1967 erstmals veröffentlicht. Ihr lebenslanges Interesse galt der Gralslegende. Sie hinterließ eine Studie zur symbolischen Bedeutung von Motiven der Gralslegende als Archetypen, die nach ihrem Tod von Marie-Louise von Franz bearbeitet und herausgegeben wurde.







Wie Sabina Spielrein war Mira Oberholzer eine der ersten Kinderanalytikerinnen in der Schweiz. Trotz ihrer Anfänge bei Jung blieb sie stets eine loyale Anhängerin Freuds. Im Vergleich zu ihrer Bedeutung als Pionierin der schweizerischen Psychoanalyse hinterließ sie nur ein schmales Werk. In ihrer Mitteilung von Kindheitsträumen mit spezieller Bedeutung belegte sie, dass die Träumer in frühen Kinderjahren Zeugen sexuellen Verkehrs gewesen waren. In Tolstoi über den Traum wies sie nach, dass Tolstoi, indem er das Unbewusste mit moralischen Maßstäben maß, die triebhafte Dimension übersah. Ihr Aufsatz Aus der Analyse eines 13jährigen Mädchens enthält die Beschreibung der erfolgreichen Behandlung einer jungen Hysterikerin, die an einer schweren Anorexie litt.
Mira Oberholzer-Gincburg starb in New York an Krebs.















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