Psychoanalytikerinnen. Biografisches Lexikon

Psychoanalytikerinnen in Großbritannien

Geschichte

Hilda Abraham (Deutschland)
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Julia Mannheim
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Edna O'Shaughnessy
Grace W. Pailthorpe
Sylvia Payne
Irma Brenman Pick
Dinora Pines
Ruth Riesenberg-Malcolm
Joan Riviere
Anne-Marie Sandler
Melitta Schmideberg
Anneliese Schnurmann
Nina Searl
Hanna Segal
Ilse Seglow
Ella Freeman Sharpe
Helen Sheehan-Dare
Elizabeth Bott Spillius
Karin Stephen
Alix Strachey
Ruth Thomas
Margret Tönnesmann
Julia Turner
Frances Tustin
Clare Winnicott
Elizabeth Zetzel (USA)




























Als Edward Glover, den sie besonders schätzte, 1944 die BPAS verließ, zog Kate Friedländer sich ebenfalls aus der Vereinigung zurück. Sie starb vorzeitig im Alter von sechsundvierzig Jahren an Lungenkrebs.









































Neben ihren Aktivitäten am Londoner Psychoanalytischen Institut, wo Barbara Low mehrere Jahre lang die Bibliothek betreute, war sie Kodirektorin der Imago Publishing Company und als Dozentin und Therapeutin am Institute for the Study and Treatment of Delinquency tätig. Zuletzt lebte sie zurückgezogen mit ihrer ebenfalls unvereiratet gebliebenen älteren Schwester Florence in Hampstead Garden Suburb.



Das Ehepaar Mannheim emigrierte zunächst in die Niederlande und dann nach England. Julia Mannheim setzte ihre psychoanalytische Ausbildung in London fort und wurde 1944 Mitglied der British Psychoanalytical Society. Neben ihrer Arbeit als Psychoanalytikerin in eigener Praxis und als Dozentin in Anna Freuds Kinderanalyse-Seminar widmete sich Julia Mannheim nach dem Tod ihres Mannes der Herausgabe seiner Manuskripte. Außer einem vielversprechenden Aufsatz über ihre Analyse einer rauschgiftsüchtigen Patientin liegen keine Veröffentlichungen von ihr vor.





















1940 verließen Pailthorpe und Mednikoff England und lebten ab 1942 in Vancouver in Kanada, bis sie 1947 nach England zurückkehrten. Grace Pailthorpe eröffnete Anfang der 1950er Jahre eine psychoanalytische Privatpraxis in London und richtete zusammen mit Reuben Mednikoff (jetzt Richard Pailthorpe) die erste Schule für Kunsttherapie in Dorking ein. In den 1960er Jahren wandten beide sich der fernöstlichen Mystik zu. Grace Pailthorpe starb im Alter von 89 Jahren an Krebs.































Viel diskutiert wurde auch ihr Aufsatz über Relations between the superego and the ego, in dem sie die Ansicht vertrat, dass das Über-Ich als eigenständige mahnende und strafende Instanz ein pathologisches Phänomen sei, während normalerweise die Funktion der Selbstkontrolle vom Ich ausgeübt werde. In diesem Zusammenhang erklärte sie die kleinianischen inneren Objekte zu einer Fiktion des Analytikers.
Schon seit ihrem Studium in Cambridge litt Karin Stephen unter Schwerhörigkeit und musste ein Hörrohr benutzen. Nach mehreren erfolglosen Operationen zur Verbesserung ihrer Hörfähigkeit kam eine partielle Gesichtslähmung hinzu. Sie hatte immer wieder mit Depressionen zu kämpfen und beging schließlich Suizid.



Alix Strachey interessierte sich besonders für die psychosozialen Voraussetzungen des Kriegs. Als eine solche Voraussetzung beschrieb sie in ihrem Buch The Unconscious Motives of War die regressiven und potentiell destruktiven Gruppenphänomene, auf denen Institutionen wie Schule, Kirche, Armee und der Nationalstaat beruhen. In der Gruppe werde das Über-Ich des Einzelnen durch eine Autorität von außen ersetzt und eine unrealistische Denkweise sowie Gleichgültigkeit bzw. Feindseligkeit gegenüber den außerhalb der Gruppe Stehenden gefördert. Mithilfe der Erkenntnisse der Psychoanalyse, glaubte sie, könnten solche destruktiven Tendenzen abgemildert werden.













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