Psychoanalytikerinnen. Biografisches Lexikon

Psychoanalytikerinnen in Lateinamerika

Geschichte

Arminda Aberastury
Laura Achard
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Gerda Kronfeld
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Susana Lustig de Ferrer
Zaira Bittencourt Martins
Betty Milan
Djalma Teixeira de Oliveira
Marialzira Perestrello
Liliana Pualuán
Estela Galván de Remus
Margarida Reno
Ruth Riesenberg-Malcolm (Großbritannien)
Ana-María Rizzuto (USA)
Silvia Rodriguez (Australien)
María-Inés Rotmiler de Zentner (Australien)
Ruth Schwarz-Hepner
Flora Scolni
Marcelle Spira (Schweiz)
Rosa Tanco-Duque (Österreich)
Pola Tomás (Spanien)
Matilde Wencelblat de Rascovsky
Frida Zmud













In ihrem Buch Não conte a ninguém [Sagen Sie es niemandem] berichtete Besserman Vianna, die auch Mitglied der International Society for the History of Psychiatry and Psychoanalysis war, ausführlich über den Fall Lobo-Cabernite und die Haltung der psychoanalytischen Organisationen angesichts von Diktatur und Folterung. Sie verfasste außerdem zusammen mit Teresa Pinheiro das Buch As bases do amor materno zum Leben und Werk von Margarethe Hilferding, dem ersten weiblichen Mitglied der WPV.



Silvia Bleichmar, die 2006 den Premio Konex de Platino für Psychologie erhielt, starb im Alter von 62 Jahren an Krebs.


Mehrmals reiste sie nach London, um sich bei der British Psychoanalytical Society weiterzubilden und an Seminaren von Melanie Klein und Hanna Segal teilzunehmen. Sie ließ sich von Herbert Rosenfeld analysieren und lernte bei Esther Bick die Methode der Kinderbeobachtung, die sie dann in der APCh einführte. Zu ihren Analysandinnen zählten in den 1970er Jahren Liliana Pualuán, Elena Castro und Carmen Noemi.




Iracy Doyle veröffentlichte vier Bücher, darunter Introdução à medicina psicológica, eine Einführung in die psychoanalytisch orientierte Psychiatrie, und ungefähr sechsunddreißig Aufsätze in internationalen Fachzeitschriften. Außerdem übersetzte sie Erich Fromms Psychoanalysis and Religion ins Portugiesische. In Portugal wurde eine Straße nach ihr benannt: die "Rua Doutora Iracy Doyle" in Cascais bei Lissabon.





Gemeinsam mit ihrem Analysanden Hélio Pellegrino rief sie die "Psychodynamischen Treffen" ins Leben, bei denen in öffentlicher Sitzung versucht wurde, Probleme mit Hilfe der Psychoanalyse zu lösen. 1973 gründete Kattrin Kemper zusammen mit Pellegrino in Rio de Janeiro die Clinica Social de Psicanálise zur Behandlung minderbemittelter Patienten.




1981 beteiligte sie sich in Nicaragua am Aufbau von Salud Mental, einer von den regierenden Sandinisten unterstützten gemeindenahen medizinisch-psychiatrischen Versorgung. Ein Jahr vor ihrem Tod reiste sie nach Kuba, wo sie Fidel Castro traf und ein psychoanalytisches Kolloquium organisierte.
Marie Langer starb im Alter von 77 Jahren in Buenos Aires an Lungenkrebs.




Obwohl Laienanalytikerin, war Zaira Bittencourt Martins eine einflussreiche Vertreterin der kleinianischen Kinderanalyse in Brasilien. Neben den Vorstellungen Melanie Kleins übernahm sie auch Ansätze von Donald Winnicott, Frances Tustin und Margaret Mahler. Seit Beginn der 1960er Jahre koordinierte sie eine Studiengruppe zur Kinderanalyse in der SPPA und kontrollierte als Supervisorin des SPPA-Lehrinstituts die Fälle der ersten Generation von KinderanalytikerInnen.
Zaira Martins starb im Alter von 73 Jahren nach einer Herzoperation.












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