Psychoanalytikerinnen. Biografisches Lexikon

Geschichte der Psychoanalyse in Spanien und Portugal

Biografien

Verstärkung erhielten die iberischen Psychoanalytiker aus Lateinamerika, so zum Beispiel durch die Argentinier León und Rebeca Grinberg, die 1976 vor dem Terror-Regime Videlas nach Spanien emigrierten. Durch die lateinamerikanischen Psychoanalytiker entfaltete sich besonders die Lehre Jacques Lacans in Spanien. Der argentinische Philosoph Oskar Masotta, der sich 1976 in Barcelona niederließ, gründete dort 1977 das lacanianische Lehrinstitut Biblioteca Freudiana de Barcelona.
Die freudianischen Gruppen in Madrid und Barcelona wiesen in den 1990er Jahren an die hundert Mitglieder auf, die portugiesische S.P.P ca. dreißig Mitglieder, die bis 2004 auf 52 anwuchsen. 2005 zählte die SEP in Barcelona 87 Mitglieder und 53 Kandidaten. Seit 1984 gibt das Instituto de Psicoanálisi de Barcelona die katalanischsprachige Zeitschrift Revista Catalana de Psicoanálisis heraus, 1996 kam Temas de Psicoanálisis in spanischer Sprache hinzu. Die von der APM herausgegebene Revista de Psicoanálisis de Madrid erscheint seit 1985, ebenso wie die Revista Portuguesa de Psicanálise der S.P.P. Seit 1989 veranstalten die S.P.P aus Lissabon, die SEP aus Barcelona und die APM aus Madrid alle zwei Jahre einen iberischen Kongress und geben gemeinsam das Jahrbuch Annuario Ibérico de Psicoanálisis heraus.

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